Ein neuer Bebauungsplan (PAG) damit die Stadt Luxemburg sich harmonisch weiter entwickelt.

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Am 13. Juni 2016 hat der Gemeinderat der Stadt Luxemburg mit den Stimmen der DP/Grünen-Mehrheit den neuen Allgemeinen Bebauungsplan (PAG) in die Prozedur gegeben. Die Stadt Luxemburg kennt seit Jahren einen rasanten Anstieg der Bevölkerung und der Zahl der Arbeitsplätze. Das bringt große Herausforderungen für Mobilität und Wohnungsmarkt mit sich. 

"Der neue PAG (Plan d'Aménagement Général) gibt nachhaltige Antworten und Lösungen auf die aktuellen Herausforderungen und Probleme unserer Stadt", so Claudie Reyland, Präsidentin von déi gréng Stad Lëtzebuerg.

- Der "Bauperimeter" wird nicht ausgeweitet. Somit bleibt etwa die Hälfte der Fläche der Stadt Luxemburg als Grünfläche erhalten. Durch die neu zu schaffenden „grünen Korridore“ zwischen und innerhalb der neuen Viertel vergrößert sich die Grünfläche sogar noch um 14%. Die Strategische Umweltprüfung (SUP) hat errechnet, dass beim maximal-möglichem Bodenverbrauch, dieser immer noch unter dem Orientierungswert des Nachhaltigkeitsministeriums liegt.

- Die Schaffung des neuen Wohnraums wird im Respekt mit der bestehenden Bausubstanz gefördert. Die Bebauung zahlreicher leerstehender Flächen und alter Industriebrachen steht bevor, wie etwa beim Teilbebauungsplan (PAP) „Paul Wurth/Van Landewyck“, der „Porte de Hollerich“ oder „Villeroy&Boch“. Mindestens zur Hälfte werden diese Flächen mit Wohnungen bebaut, der öffentliche Transport und die sanfte Mobilität erhalten Vorrang, außerdem wird viel Wert auf Grünflächen zur Naherholung gelegt auf deren und der ökologischen Vernetzung. In Cessingen wurden übrigens mehrere Parzellen zur prioritären Entwicklung festgelegt. Wenn diese nicht innerhalb den nächsten Jahren bebaut werden, fallen sie wieder aus dem „Bauperimeter“.

- Absolute Priorität  für den öffentlichen Transport und die sanfte Mobilität. Die Studien zum Allgemeinen Bebauungsplan bestätigen, dass die Stadt Luxemburg vor großen Herausforderungen im Bereich Mobilität steht. Es gilt, möglichst viele Pendler dazu zu bewegen auf Bus, Bahn und zukünftig Tram umzusteigen. Die aktive Mobilität (Fußgänger und Fahrradfahrer) werden attraktiver gestaltet. Im Rahmen des PAGs wurden weitere Korridore für die Tram und Busspuren vorgesehen (z.B. Gare-Porte de Hollerich und Route d’Arlon) und in den neuen Teilbebauungsplänen (PAP Nouveaux quartiers) sind zahlreiche Fuß- und Radwege vorgesehen.

- Die Zunahme des Verkehrs durch Personenkraftwagen in der Stadt bremsen.Die Stadt Luxemburg hat bereits heute ein ehrgeiziges Parkraummanagement. Dieses wird durch den neuen PAG noch weiter verstärkt. Künftig kann nur noch 1 Parkplatz auf 175m2 Bruttobaufläche bei Büros errichtet werden (bis jetzt waren es etwa 150m2). Bei Einfamilienhäuser muss kein Stellplatz und bei Mehrfamilienhäuser nur mehr 1 Stellplatz pro 0,8 Wohnung errichtet werden. Dass es, außer in „autofreien Vierteln“, auch in Zukunft noch eine Pflicht für Stellplätze gibt erklärt sich dadurch, dass der öffentliche Raum vermehrt für Fußgänger und Fahrradwege genutzt werden soll. Parkende Autos sollen weitestgehend vom Straßenraum in Sammelgaragen verlegt werden.

"Mit dem gestrigen Votum des Gemeinderates wurde die Prozedur der öffentlichen Konsultation zum neuen PAG gestartet. Bereits vorher wurde der PAG während 20 Stunden in 6 Sitzungen der Urbanismuskommission vorgestellt und diskutiert. Leider haben nur wenige Ratsmitglieder von der Gelegenheit profitiert, sich zu informieren und an der Ausarbeitung des neuen Allgemeinen Bebauungsplans (PAG) zu beteiligen. Es ist bedauerlich, dass die Opposition einer inhaltlichen Debatte um die zukünftige Entwicklung der Stadt bis jetzt aus dem Weg gegangen ist",unterstreicht François Benoy, Gemeinderat von déi gréng und Präsident der Urbanismuskommission der Stadt Luxemburg.

déi gréng Stad Lëtzebuerg rufen alle Beteiligten, Bürgerinnen und Bürger, dazu auf sich zu informieren und an der Ausarbeitung des neuen Allgemeinen Bebauungsplans zu beteiligen. In den nächsten Wochen sind 6 Informationssitzungen in den verschiedenen Viertel geplant und im Bierger-Center stehen die Gemeindebeamten allen Interessierten Rede und Antwort. Ab dem 20. Juni kann während 30 Tagen Beschwerde beim Schöffenrat der Stadt Luxemburg eingereicht werden.

Unter folgendem Link, können die Einwohner der Stadt sich über den Allgemeinen Bebauungsplan (PAG), die Konsultationsprozedur und die Informationsveranstaltungen in den Vierteln der Stadt Luxemburg weiter informieren: http://goo.gl/05amgQ

déi gréng Stad Lëtzebuerg

stad [at] greng.lu